„Glaziale Brandenburg“

Giganten im Freiluftatelier
31. August bis 01. Oktober 2020 am Franziskanerkloster Angermünde

2008 fand das letzte der acht internationalen Hartgestein-Symposien in Angermünde statt. In diesem Jahr ist es wieder soweit: Mit der „Glaziale-Brandenburg“ werden ab dem 31. August 2020 sieben international tätige Künstler vier Wochen lang große Findlinge bearbeiten und vor den Augen der Öffentlichkeit Skulpturen schaffen. Die Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt – von Costa Rica über Italien und Deutschland bis Holland.

Das Symposium mit dem Titel „Glaziale Brandenburg“ weist auf ein Norddeutsches Phänomen hin – den „Findling“. Dabei handelt es sich um Steine, die während der letzten Eiszeit vor gut 10.000 Jahren aus dem skandinavischen Raum mit dem Eis nach Brandenburg transportiert wurden. Dabei bestehen diese eiszeitlichen Geschiebe nicht, wie oftmals angenommen, immer aus Granit. Sie können aus verschiedenen Materialien sein, zum Beispiel Porphyr, Gneis, Diabas oder sogar aus Kalkstein, der oft von der Insel Gotland kommt. Interessant sind die zwei Leben der Steine: einmal das Skandinavische und einmal das Norddeutsche. Die Findlinge zeigen durch ihr Material an, aus welcher Region in Skandinavien sie ursprünglich kommen. Das kann Schweden, Dänemark oder Norwegen sein. Sie sind sozusagen international.
Findlingsskulptur hat noch keine lange Tradition in der Bildhauerkunst. Diese Kunstrichtung hat sich erst in den letzten 20 Jahren entwickelt und dass sogar international. So holen zum Beispiel Holländische Bildhauer Steine aus Brandenburg.
Das Angermünder Hartgestein-Symposium ist bundesweit etwas Einmaliges, dass nicht nur in Kunstkreisen Interesse weckt. Auch für die Wissenschaft sind die großen Steine interessant, so dass sie sich oft gern bereiterklären, die Herkunft der Steine zu bestimmen.

Die Künstler

  • Perluigi Portale (Italien) arbeitet viel mit Kalkstein
  • Gemma Dominquez Guerra lebt in Spanien und Costa Rica und gehört zu den Größen der Moderne
  • Thomas Reiferscheid aus Köln/Deutschland arbeitete bereits an zahlreichen internationalen Projekten, u. a. in Australien. Er bevorzugt harte Gesteine wie Granit und Basalt
  • Jörg Steinert ist in Schönermark/Uckermark zu Hause. Seine Skulptur "Genesis" vor der Mälzerei in Angermünde entstand beim Hartgesteinsymposium 2008.
  • Ton Kalle (Niederland) war mehrmals in Angermünde. Sein "Leuchtturm" prangt am Mündeseerundweg.
  • Ulises Jimenez Obregon aus Costa Rica
  • Nino Grasso aus Italien



Veranstaltungsort
16278 Angermünde

Kontakt
Bildhauer Jörg Steinert
steinertskulptur@googlemail.com
Tel.: 0173-9852499

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