Kunst im Kino - MKC Templin

Kunst im Kino -  Multikulturelles Centrum Templin immer donnerstags einmal pro Monat
10. Oktober 2019 bis 12. März 2020

Christo - Walking on Water

Der bulgarisch-amerikanische Künstler Christo ist berühmt für seine aufsehenerregenden Installationen, wie etwa die Reichstagsverhüllung in Berlin.
Seine spektakulären "Floating Piers" im norditalienischen Iseo-See zogen im Sommer 2016 mehr als eine Million Menschen an.
Fasziniert von seiner Idee „über Wasser zu wandeln“ spazierten Besucher aus aller Welt über drei Kilometer lange schwimmende Stege,
die mit gelb-orange schimmerndem Gewebe überzogen waren. Im Stil von Cinema Verité blickt die spannende Doku des bulgarischen Regisseurs Andrey M. Paounov
hinter die Kulissen und verfolgt die turbulente Entstehungsgeschichte dieses gigantischen Projekts samt Hürden, Erfolgen und Widerständen.
Dabei entsteht ein feinfühliges Porträt des 81jährigen legendären Ausnahmekünstlers, der unterstützt von seinem Neffen, nun ohne seine verstorbene Frau Jeanne, weiterarbeitet.
Ein sinnliches Kinoerlebnis, nicht nur für Kunstliebhaber.
10. Oktober 19:30 Uhr

War of art
Seit 2011 arbeitet der norwegische Künstler Morten Traavik mit dem nordkoreanischen Regime zusammen.
Sein erklärtes Ziel: die seit 1948 von westlicher Kultur abgeschottete Gesellschaft Nordkoreas mit moderner Kunst in Berührung zu bringen.
Bei seinem jüngsten Projekt reist eine Gruppe internationaler Künstler nach Nordkorea, um sich mit einheimischen Kulturschaffenden auszutauschen.
Während der Atomkonflikt im Sommer 2017 erneut eskaliert, führen die Teilnehmer vor Ort einen Krieg gegen die allgegenwärtige Überwachung und Zensur,
gegen Paranoia, Ressentiments und Unverständnis. Und singen am Ende doch gemeinsam Karaoke.
7. November, 19:30 Uhr

Sandmädchen
Außergewöhnlich einfühlsam gestalteter Dokumentarfilm über eine junge autistische und körperlich behinderte Frau, die nicht laufen und nicht sprechen kann, weshalb sie auf fremde Hilfe angewiesen ist.
Der auf leise Töne und sinnliche Bilder setzende Film zeigt jedoch, wie feinfühlig sie ihre Umwelt wahrnimmt,
wie sie mit Hilfe ihrer Mutter in Gestalt von Gedichten und Geschichten mit anderen kommuniziert und wie sie trotz aller Beeinträchtigungen ein Studium aufnehmen konnte.
Die eindringlichen Texte der Protagonistin finden kongeniale bildsprachliche Entsprechungen, sodass dem essayhaften Porträt eine bemerkenswerte dichte Annäherung an eine komplexe Gedankenwelt gelingt.
5. Dezember, 19:30 Uhr

Alexander McQueen - Der Film
Seine Insignien - ein Totenkopf, golden glänzende Ornamente, stilisierte Blüten vor dunklem Hintergrund - sondern eine Aura heiliger Reliquien ab.
Die Geschichte von Lee Alexander McQueen ließe sich tatsächlich gut in Serienform erzählen. Der Werdegang des 1969 in London geborenen Künstlers, welcher durch seinen unkonventionellen Karriereweg einen unvergleichlich frischen Blick mitbringt, der Kultur aufsaugt wie ein Schwamm und sich oftmals besser auskennt als die eigenen Dozenten, aber gezwungen ist, seine Stoffe von Arbeitslosengeld zu bezahlen. Der in der Savile Row angefangen hat und Körpermaße mit den Augen nehmen kann.
9. Januar 2020, 19:30 Uhr

Van Gogh - An der Schwelle zur Ewigkeit
Der 35-jährige Vincent van Gogh (Willam Dafoe) hat schon über hundert Gemälde gemalt, doch immer noch keinen Erfolg mit seiner Kunst. Außerdem leidet er unter starken psychischen Problemen.
Um dem Druck des Lebens in Paris zu entfliehen, zieht er in den Süden Frankreichs in ein kleines Dorf namens Arles, wo er die Natur mit seinem Pinsel auf der Leinwand festhält.
Seine mentalen Dämonen lassen ihn nicht los und treiben van Gogh in eine psychiatrische Anstalt, bis er im Jahr 1890 unter rätselhaften Umständen stirbt.
William Dafoe ist die kongenial Besetzung für die Darstellung dieser außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit.
13. Februar 2020, 19:30 Uhr

Body of truth
Die Künstlerinnen Marina Abramovic, Sigalit Landau, Katharina Sieverding und Shirin Neshat stammen aus vier verschiedenen Kulturen und wurden durch ihre persönlichen Erfahrungen mit Krieg,
Gewalt und Unterdrückung in ihren Heimatländern geprägt und politisiert. Diese Erfahrungen fließen in ihre Werke ein, werden in Kunst verwandelt.
Ihr Ausdrucksmittel ist das Persönlichste, was sie haben: ihr eigener Körper. Mit ihrer Kunst erschließen sie uns neue Perspektiven und Wahrnehmungen, vertiefen das Verstehen der Themen unserer Zeit.
Gehören Gewalt und Machtwille unabdingbar zur menschlichen Natur? Kann uns Kunst helfen, eine hoch komplexe Welt besser zu verstehen?
Der Film will dem Zuschauer - über die spannenden Biographien der Künstlerinnen hinaus - einen emotionalen Zugang zu den Werken bieten.
13. März 2020, 19:30 Uhr


Veranstalter und Informationen
Multikulturelles Centrum Templin e.V.
Prenzlauer Allee 6, 17268 Templin     
Tel.: 03987-551063
info@mkc-templin.de   
www.multikulturellescentrum.de

 

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