Melzower Sommerkonzerte

Die herausragende Qualität der Interpreten und abwechslungsreichen Programmansätze begründen die große Anziehungskraft der Konzertreihe. Die Melzower Dorfkirche selbst ist mit ihrer exzellenten Akustik und warmen Atmosphäre idealer Austragungsort des kleinen Sommerfestivals. Bei Gründung der Reihe 2002 ging es darum, die desolate Lang & Dinse Orgel von 1859 zu restaurieren und die dafür benötigten finanziellen Eigenanteile durch Benefizkonzerte aufzubringen. Der Wiedereinweihung der Orgel folgte 2005-2007 die Restaurierung des großartigen Renaissance Altares. In weiteren Schritten wurden die Friedhofsmauer, das barocke Kastengestühl restauriert und 2014 schließlich die große, im 2. Weltkrieg eingeschmolzene Glocke, durch einen Neuguss ersetzt. Nach den Restaurierungen haben sich zahlreiche private Musikfreunde und übergeordnete Institutionen mit ihrem finanziellen Engagement darum bemüht, die Reihe auf gleichem Niveau fortzuführen.

31. Mai bis 26. September 2020

Orgelkonzert
31. Mai, 19:30 Uhr

Werke von Sweelinck, Bach
Leo van Doeselaar tritt seit vielen Jahren in sehr prominenten Rollen in Erscheinung. Als Orgelsolist auf der ganzen Welt, als Titularorganist des Amsterdam Concertgebouw und der St. Pieterskerk Leiden, als gefragter Pianist mit romantischem Repertoire und als Continuospieler der „Nederlandse Bach Vereniging“. Aus seiner Tätigkeit als Orgelprofessor an der UdK Berlin sind eine Reihe ebenfalls erstklassiger Organist/innen hervorgegangen. Unzählige ausgezeichnete CD Einspielungen –als Organist und Pianist! - ergänzen das reichhaltige Spektrum seiner Tätigkeit. Die erfreuliche Kooperation mit dem Uckermärkischen Orgelfrühling wird fortgesetzt.
Leo van Doeselaar (Amsterdam) Lang & Dinse Orgel (1859) Werke von Ludwig van Beethoven

Bach Kantaten
20. Juni, 19:30 Uhr

Neben den Veranstaltungsreihen der großen Konzerthäuser Berlins gibt es seit etlichen Jahren einen ganz besonderen Geheimtipp: Wer das Kantaten Oeuvre Johann Sebastian Bachs als Lebenselixier für sich entdeckt hat, schaut aufmerksam in den Konzertkalender der Sophienkirche/ Berlin Mitte. Dort werden zwei, bis dreimal pro Jahr Bach Kantaten in herausragender Qualität und Intensität zu Gehör gebracht und man trifft, ohne dass es einen nennenswerten Werbeaufwand gäbe, eine riesige Bach Fangemeinde beglückt beieinander.
Mitwirkende sind Gesangssolisten, Studierende der Hans Eisler Hochschule, mal die Akademie für Alte Musik oder das Jugendbarockorchester Bachs Erben. Die Melzower Sommerkonzerte haben in diesem Jahr das große Glück, ländlicher Ableger dieser wunderbaren Initiative zu sein.
Johann Sebastian Bach Kantate „Meine Seele rühmt und preist“
BWV 189 „Ich armer Mensch, ich Sündenknecht“ BWV 55  
Raphael Alpermann – Leitung

Europa Danzante
4. Juli, 19:30 Uhr

Musik und Tanz zu einer neuen und einheitlichen Kunstform zu verschmelzen lautet das anspruchsvolle Credo von „Europa Danzante“. Durch das Ineinandergreifen von barockem und zeitgenössischem Tanz kann man »die Musik sehen und den Tanz hören«. Quellenstudium, Virtuosität und eine vitale Bühnenpräsenz sind das Markenzeichen des jungen innovativen Ensembles. „Die tanzende Europa“ ist gern gesehener und! gehörter Gast verschiedener renommierter Festivals in ganz Europa.
Sophia Otto – Deutschland - Tanz, Yves Ytier – Chile - Violine, Tanz und Choreographie
Olwen Foulkes – England - Blockflöte, Salome Ryser – Schweiz - Violoncello,
Giulio Quirici – Italien - Theorbe & Barockgitarre, Robert Selinger – Deutschland - Cembalo
Werke von Couperin, Rebel und Lully

Tubarium
15. August, 19:30 Uhr

„...angesammelte Werke...“
Georg Schwark war 35 Jahre Solotubist des Rundfunk Sinfonieorchesters Berlin. Da ihm die dortigen Aufgaben nie genügten, suchte er beständig nach weiteren Betätigungsfeldern. So traf man ihn in Jazz- und Klezmerbands, Salonorchestern oder als Theatermusiker. In Zusammenarbeit mit dem Lyriker und Liedermacher Hans Eckardt Wenzel entstandenen skurrile Stücke wie „Tubawaduo“, Radio Tubawahn u.a. In seinem aktuellen Programm „...angesammelte Werke...“ kombiniert Schwark Musik aus Bachs Cello Suiten, Stücke von Penderecki u.a. mit Texten, die Wenzel im Laufe vieler Jahre über die Tuba und die Tubisten geschrieben hat. Diese sind in einer bibliophilen Sonderausgabe –Wenzels Tubarium- bei der Edition Schwarzdruck erschienen.
Georg Schwark- Tuba a.D. spielt geliebte und gehasste Stücke für das tiefste und! schönste Blechblasinstrument.

Tango Encanto
26. September, 19:30 Uhr

Der berühmte finnische Filmemacher Aki Kaurismäki urteilte einmal: „Der Tango ist nun mal unsere Nationalmusik.“ Und so gibt es seit vielen Jahren den kuriosen Phantomstreit darüber, ob der Tango denn nun aus Finnland oder aus Argentinien stamme. Beide Kontrahenten können über die Behauptung der Gegenseite nur den Kopf schütteln- wobei es die Argentinier vielleicht etwas heftiger tun, als die wohl erzogenen Skandinavier. Unbestritten aber ist in Finnland, die Häufung von Moll Tonarten und die damit einhergehende melancholischere Spielart dieser Musik. In Melzow hören Sie Tangos aus Nord und Süd, friedlich miteinander versöhnt und erstklassig gespielt von Musikern und Tango Verehrern aus Finnland, Estland und den USA.
Encanto Tango Band (Finnland)
Mikko Helenius - Bandoneon, Klavier, Gesang, Arrangements, Liis & Anthony Marini - Violine,
Laura Kajander - Viola, Lea Pekkala - Cello
Finnische und Argentinische Tangos von Toivo Kärki, Carlos Gardell u.a.



Veranstalter
Freunde der Melzower Kirche e. V.
www.melzower-sommerkonzerte.de

 

 

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