Der Märkische Landweg

Auf 217 Kilometern führt der Märkische Landweg mit seinen 10 Etappen einmal quer durch die Uckermark und gleichzeitig durch drei Nationale Naturlandschaften: den Naturpark Uckermärkische Seen, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und den Nationalpark Unteres Odertal. Der Deutsche Wanderverband verlieh dem Märkischen Landweg das Prädikat "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland".

Start ist entweder Feldberg (Etappen 1a, 2a) oder Fürstenberg/Havel (Etappen 1b, 2b). Ab Lychen (Etappe 3) geht es auf gemeinsamer Route bis nach Mescherin im Nationalpark Unteres Odertal. Für Bahnreisende empfiehlt sich der Start in Fürstenberg, erreichbar mit dem Regionalexpress direkt von Berlin in etwa einer Stunde.
Die Uckermark ist ein äußerst dünn besiedelter Landstrich. Das ist einerseits ideal für Entspannung und Naturerleben. Andererseits muss dies bei der Planung berücksichtigt werden. Buchen Sie die Unterkünfte im Voraus, lassen Sie sich Lunchpakete mitgeben und nehmen Sie ausreichend Getränke mit. Nicht in jedem Ort gibt es Gaststätten und Unterkünfte.


1a. Etappe: von Feldberg bis Kolbatzer Mühle/Lychen
Seen wie Perlen und Fallada, 14,0 km / 6 Std.
Los geht’s in Feldberg (das allerdings noch zu Mecklenburg-Vorpommern

gehört): hinunter zum Ufer, unter einem dichten Blätterdach entlang der

Feldberger Seen und unzähligen Badestellen. Am Carwitzer See fand der

Erzähler Hans Fallada (1893–1947) seinen „stillen Erdenfleck“. Sein

Wohnhaus ist heute ein Museum (Abstecher ca. 1 km). Gleich drei Mühlen

an der Strecke laden zu Rast und Übernachtung.

Tourenbeschreibung Etappe 1a Märkischer Landweg


2a. Etappe: von Kolbatzer Mühle/Lychen bis Lychen
Zum Lychener Seenkreuz, 13,4 km / 4 Std.
Angenehme Wege führen durch den Lychener Stadtforst. Wildromantisch ist die

Strecke entlang des Küstriner Bachs – ein Eldorado für Wasserwanderer.

Fliegt da nicht ein Eisvogel? Das Gefälle des Wasserlaufs nutzten Flößer

einst zum Holztransport. Lychen ist Flößerstadt mit Flößereimuseum und

Touristenfloß.

Tourenbeschreibung 2a Etappe Märkischer Landweg

1b. Etappe: von Fürstenberg/Havel bis Himmelpfort
Entlang der Havel, 20 km / 6 Std.
Die Wasserstadt Fürstenberg/Havel liegt nur eine Bahnstunde von Berlin entfernt - auf drei Inseln zwischen Röblinsee, Baalensee und Schwedtsee. Hier dreht sich alles ums Wasser: Ob Segeln, Floß- oder Schiffsfahrten, Baden, Angeln, Wasserwandern mit dem Kanu oder auch dem führerscheinfreien Charterboot. Auf der gesamten Etappe folgt der Weg dem Verlauf der Havel bis nach Himmelpfort. Für den Ort sollte man sich etwas Zeit einplanen, hier gibt es einiges zu sehen.

Tourenbeschreibung Etappe 1b Märkischer Landweg


2b. Etappe: von Himmelpfort bis Lychen
Wo der Weihnachtsmann wohnt, 11 km / 3 Std.
Die kurze Tagesetappe lässt noch etwas Zeit für einen Spaziergang durch Himmelpfort. Ausgangspunkt für die Entstehung des Ortes im 14. Jh. war das Zisterzienserkloster, von dem heute nur noch eine Ruine erhalten ist. Im nahe gelegenen Weihnachtspostamt treffen jedes Jahr rund 300.000 Wunschzettel aus aller Welt ein, die allesamt von Helfern des Weihnachtsmanns beantwortet werden. Die Wanderung führt weiter durch ausgedehnte  Wälder des Naturparks Uckermärkische Seen zur Flößerstadt  Lychen, die wie Fürstenberg umgeben von mehreren Seen liegt.

Tourenbeschreibung Etappe 2b Märkischer Landweg


3. Etappe: von Lychen bis Templin

Eiszeitseen und mittelalterliche Kirchen, 26,3 km / 7 Std.
Die Route sorgt für viel Abwechslung: Erst geht es an den Ufern von Zenssee

und Platkowsee entlang, dann durch den Wald zum Kirchlein im Grünen in

Alt Placht. Ein kleiner Abstecher führt nach Annenwalde in die

Glashütte, zu vielen Sonnenuhren aus Glas (Guinness-Rekord!) und

Ateliers. Dann Kiefernwald und wieder Wasser – der Große Mahlgastsee und

vorbei am Röddelinsee nach Templin. Empfehlenswert: die 1.735 Meter

lange, komplett sanierte Stadtmauer in Templin mit Stadttoren

und Wiekhäusern - unbedingt umrunden!

Tourenbeschreibung 3. Etappe Märkischer Landweg

4. Etappe: von Templin bis Ringenwalde
Von den Templiner Seen zu den Endmoränen, 27 km / 7,5 Std.
Kiefern- und Buchenwälder, Wiesen und Felder prägen die längste Wegstrecke (am

besten ausreichend Proviant mitnehmen). Hier und da blinkt in der weiten

Endmoränenlandschaft auch mal ein See - Fährsee, Labüskesee, Lübelowsee,

Libbesickesee. Das Tourenziel: Ringenwalde, ein hübsches Dorf mit

Feldsteinkirche von 1280 und Schlosspark im englischen Stil, den Lenné

einst plante.

Tourenbeschreibung 4. Etappe Märkischer Landweg


5. Etappe: von Ringenwalde bis Wolletz
Durch die Poratzer Moränenlandschaft, 21,1 km / 7 Std.
Alte Linden und Buchen nehmen den Wanderer auf der Straße nach Poratz unter

ihre Schatten. Pferdekoppeln wechseln sich ab mit Wald, Wiesen, Felder.

Stille Wege, Wald- und Feldwege führen über Peetzig nach Wolletz am

gleichnamigen See mit besten Badequalitäten.

Tourenbeschreibung 5. Etappe Märkischer Landweg

6. Etappe: von Wolletz nach Angermünde
Nach Ketzer-Angermünde, 9,7 km / 3,5 Std.
Ein Pfad schlängelt sich am Ufer des Wolletzsees entlang, weiter vorbei am

Flüsschen Welse und durch einen Sumpfwald. Wenig später lockt das

Strandbad zur Rast. Die Kirche St. Marien grüßt schon von weitem:

Angermünde mit dem historischen Stadtkern, schmuck saniertem Rathaus mit

begehbarem Marktbrunnen, die Franziskanerklosterkirche, Pulverturm,

Tierpark und dem Skulturenpfad am Mündesee – hier muss man einfach

länger bleiben!

Tourenbeschreibung 6. Etappe Märkischer Landweg

7. Etappe: von Angermünde nach Stolpe/Oder
Vom See zum Fluss, 14,6 km / 4-5 Std.
Noch ein Blick auf die Skulpturen - Ergebnisse der Hartgesteinsymposien, zu

der die Stadt alle zwei, drei Jahre internationale Künstler einlädt - am

Mündesee und schon führen Feld- und Waldwege durch die eiszeitlich

geformte Landschaft über Crussow und Linde nach Stolpe. Eine kleine

Anhöhe und der Stolper Turm (Rest einer Wallanlage, auch „Grützpott“

genannt) versprechen einen wunderbaren Blick auf den Nationalpark

Unteres Odertal.

Tourenbeschreibung 7. Etappe Märkischer Landweg

8. Etappe: von Stolpe/Oder nach Schwedt/Oder
Am Wasser entlang nach Schwedt, 23,9 km / 5-6 Std.
Die Route in den Nationalpark Unteres Odertal. Neben der

Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße entlang geht’s bis Criewen:

Den Schlosspark legte Lenné um 1820 als Landschaftspark an. Im Schloss

hat die Nationalparkverwaltung ihren Sitz, im einstigen Schafstall das

Besucherzentrum. Weite Blicke in die Oderniederung wechseln sich ab mit

schönen Waldstücken. Zützen, Meyenburg – und dann blinkt schon der

Wasserturm von Schwedt/Oder.

Tourenbeschreibung 8. Etappe Märkischer Landweg


9. Etappe: von Schwedt/Oder nach Groß Pinnow
Das Erbe der Hugenotten, 17,3 km / 5-6 Std.
Auf nach Vierraden mit seinen riesigen Scheunen und dem Tabakmuseum! In der

Region wird noch heute Tabak angebaut und verarbeitet - Hugenotten

hatten ihn einst ins Land gebracht. Das Flüsschen Welse kreuzt den Weg.

Dann führt ein tiefer Hohlweg bergauf nach Hohenfeld, bevor es auf

bequemen Waldwegen nach Groß Pinnow, einst ein Rittergut, geht.

Tourenbeschreibung 9. Etappe Märkischer Landweg

10. Etappe: von Groß Pinnow nach Mescherin
Zurück zur Oder, 19,1 km / 5-6 Std.
Wer zum Abschluss auch diese knapp 20 km wandert, wird mit weiten Blicken

ins Odertal belohnt. Balsam für die Seele. Als letzte der ehemals fünf

Mühlen am Salveybach steht die Salveymühle 3 zum Besichtigen offen. Nun

wird das flache Land zur hügeligen Landschaft und es geht hinunter nach

Mescherin am steilen Ufer der Westoder mit sehenswertem Bollwerk.

Tourenbeschreibung 10. Etappe Märkischer Landweg


* Der Märkische Landweg ist in zehn Etappen eingeteilt, kann aber

auch individuell je nach persönlicher Anforderung geplant werden.


>> Übersicht zu den Unterkünften am Märkischen Landweg

>> oder noch entspannter: die Tour organisieren lassen und das Angebot "Wandern ohne Gepäck" buchen

Broschüre "Wandern - Märkischer Landweg & Uckermärker Landrunde" mit vollständiger Etappenbeschreibung

 

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