Knotenpunktwegweisung

Die Knotenpunktwegweisung im Landkreis Uckermark ist eine Ergänzung zur herkömmlichen Radverkehrswegweisung. Sie stellt eine Vereinfachung der Orientierung dar und beruht auf der Nummerierung bestimmter Kreuzungen bzw. Knotenpunkte im Radwegenetz.

Beim "Radeln nach Zahlen" geht es nicht um die richtige Reihenfolge von Knotenpunkt zu Knotenpunkt. Ausflügler oder Touristen auf dem Rad entscheiden selbst, wo es langgeht - unterwegs und ganz spontan oder auch nach Plan.

Für den Landkreis Uckermark und deren Kommunen sowie die touristischen Akteure birgt das System aber folgende Zielstellungen:

  • Kostenersparnis durch Beschilderungsvereinfachung
  • zielgruppengenaue Kundenansprache
  • innovative und flexible Produktentwicklung (auch landkreisübergreifend)


Die Knotenpunktwegweisung ist somit eine Ergänzung zur ziel- und routenorientierten Radwegweisung. Die Grundlage für die Knotenpunktwegweisung ist das vorhandene Radwegenetz.
So entstand ein Zielnetz in der gesamten Uckermark, welches eine beliebige Routenplanung mit Anknüpfungspunkten an den ÖPNV sowie die benachbarten Landkreise Oberhavel und im Barnim ermöglicht.
So wird gerade Tagesausflüglern aus Berlin, aber auch Einheimischen, Regio-Radlern und ortsfremden Gästen eine ansprechende Angebotsvielfalt aufgezeigt, da durch die Knotenpunkte Ausflüge bzw. Radtouren jederzeit spontan umgeplant, verkürzt bzw. erweitert werden können.

>> hier die aktuelle Kartenübersicht zu den Knotenpunkten in der Uckermark ansehen



Die Radfahrer können mit einem "persönlichen" und ganz individuellen Wegenetz angesprochen werden, welches die Region erschließt und vernetzt. So lassen sich z.B. familienfreundliche Radausflüge mit kulinarischen Erlebnissen verknüpfen oder kulturelle Highlights mit einmaligen Naturerlebnissen verbinden.
Die Knotenpunktwegweisung ermöglicht Tagestouren von 20 – 40 km Länge, die miteinander kombinierbar sind und das radtouristische Angebot erweitern.

Zur Umsetzung des uckermarkweiten Knotenpunktwegweisung wurde Vorstudie zur "Ergänzung der Radverkehrsbeschilderung im Landkreis Uckermark durch die Knotenpunktwegweisung" erarbeitet. Als Grundlage für diese Vorarbeit wurde die gesamte Radverkehrsinfrastruktur (Schilderstandorte, Kreuzungen, Belag der Wege, Raststätten. Sitzgelegenheiten, Infotafeln,...) im Landkreis erfasst und digitalisiert. Folgend wurden erste Knotenpunktvorschläge erarbeitet. Die Festlegung dieser Nummerkreisläufe wurde im Reiseland Brandenburg mit den benachbarten Landkreisen und Mecklenburg-Vorpommern abgestimmt. Die Vorstudie sollte folgende Basisdaten für die weitere Bearbeitung sowie Daten für künftige Fördermittelanträge bereitstellen:

  • Bewertung der bereits benannten Knotenpunkte
  • erste Schätzungen der Kosten zur Umsetzung der Knotenpunktwegweisung (Neubeschilderung, Ergänzung, Umgestaltung, Knotenpunktstandorte inklusive Infotafeln)
  • Umsetzungsanleitung - praktische Hinweise und Praxisbeispiele aus den Landkreisen, in denen das System bereits eingeführt ist


>> Präsentation zur Knotenpunktwegweisung im Landkreis Uckermark, 10.03.2015