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Warnitzer Lesungen

Konzipiert, organisiert und moderiert werden die Warnitzer Lesungen im Gasthof Deutsche Eiche von der Literaturkritikerin Cornelia Jentzsch. Sie schreibt für Rundfunk und Printmedien und lebt seit mehreren Jahren in der Uckermark.

  • 21. Januar 2023, 19 Uhr: Les Murray vorgestellt von Margitt Lehbert
  • 04. Februar 2023, 19 Uhr: Joris-Karl Huysmans vorgestellt von Gernot Krämer (SINN und FORM)
  • 04. März 2023, 19 Uhr: Durs Grünbein - Aus der Traum (Kartei). Aufsätze und Notate + Äquidistanz. Gedichte
  • 13. Mai 2023, 19 Uhr: 100. Ausgabe der Literaturzeitschrift Schreibheft - Herausgeber Norbert Wehr im Gespräch mit der Literaturkritikerin Maren Jäger
  • 17. Juni 2023, 19 Uhr: Zaja Alexander - Erdbebenwetter (Roman). Eine dialogische Lesung gemeinsam mit Antje Ravic Strubel
  • 05. August 2023, 19 Uhr: Ulrich Koch - Der Hölty-Preisträger 2022 in Lesung und Gespräch

Der Eintritt zu den Lesungen ist kostenfrei.

Online-Lesungen

Frank Martens: Landwärts Sölle

In seinen Gedichten beschreibt Frank Martens die Uckermark als klaren Fall: „nacht ist nacht hier“. Diese Nacht ist „mal düster mal klar / gewaltige stille / für den schlaf“. „Landwärts Sölle“, dieser Buchtitel könnte auch ein Synonym sein für die uckermärkische Landschaft, in der Frank Martens seit über zehn Jahren lebt. In dieser Landschaft liegen, verstreut zwischen Hügeln, wie kleine schilfumrahmte Wasseraugen zahlreiche Sölle oder Toteislöcher. Bei ihrem Abzug hatten eiszeitliche Gletscher vereinzelte große Eisbrocken hinterlassen, die beim Schmelzen diese bis heute mit Wasser gefüllten Sölle bildeten. Auch in Frank Martens Gedichten wird die Zeit bestimmt von Dauer, werden Räume langsam und mit genauem Blick durchmessen, Veränderungen geschehen allmählich und unaufhaltsam. Der Gedichtband „Landwärts Sölle“ erscheint Anfang 2022 in der edition rugerup.

https://warnitzerlesungen.de/warnitzer-lesungen-frank-martens-landwaerts-soelle/

Grand tour - eine Reise durch die junge Lyrik Europas

Vielsprachigkeit ist ein Fluch, so erzählt es die Geschichte von Babel. Jan Wagner und Federico Italiano sehen das anders, sie begaben sich auf eine literarische Reise durch Europa und fanden in 47 Sprachen die unterschiedlichsten und faszinierendsten Gedichte, die sie in der Anthologie „Grand Tour – Reisen durch die junge Lyrik Europas“ zusammentrugen. Beide gemeinsam sprechen zwar etliche Sprachen, aber das reicht natürlich bei weitem nicht aus, um sich kundig durch die europäische Sprachenbabel zu bewegen. Jan Wagner erzählt, wie sie als Herausgeber ihre literarische Spurensuche bewältigten, und stellt einige der Dichter vor.
https://warnitzerlesungen.de/1047-2/

Gespräch und Lesung mit Manuela Reichart

„Lolly Willowes“ ist der zauberhafte Debütroman von Sylvia Townsend Warner. Ihr pikantes Plädoyer für die Freiheit alleinstehender Frauen im England des beginnenden 20. Jahrhunderts ist herrlich schräg, witzig und aufmüpfig und ein Meilenstein nicht nur der feministischen Literatur. Laura Willowes ist achtundzwanzig, als ihr Vater stirbt und sie in die Obhut ihrer Brüder gerät. Sie gilt als alte Jungfer, da sie nie Lust verspürt hatte, einen ihrer langweiligen Bewerber zu heiraten. Im Haushalt der Brüder wird sie zu Lolly, zur unverheirateten Tante ihrer Nichten und Neffen. Nach zwanzig Jahren der Einschränkungen hat sie diese Rolle allerdings satt und beschließt, sich endlich von allem zu befreien. Sie zieht in den ihr unbekannten, aber auf merkwürdige Weise doch vertrauten Ort Great Mop in die Chiltern Hills. Hier genießt sie glücklich und ungehindert ihr neues Leben, umgeben von lebensklugen und emanzipierten Frauen. Die allerdings alle ein Geheimnis hüten, sie sind, wie sie bald entdeckt … sämtlich Hexen!  Dank eines Paktes mit dem charmanten Teufel, der hier natürlich nicht weit ist, wird Lolly wieder zu Laura Willowes und samt ihrer Katze endlich frei.
https://warnitzerlesungen.de/913-2/ 

Ich kann mein Löwenmäulchen nicht halten

AnniKa von Trier collagiert poetische Texte zwischen Anarchie und Anna Blume. In ihren selbstgeschriebenen Liedern, man kann es nicht anders beschreiben, geht „eine Kameliendame durchs Nadelöhr“! Im Zeitgeist von Patchwork zaubert AnniKa von Trier mit ihrem lindgrünem Akkordeon Hommagen an Künstlerinen wie die Dadaistin Hannah Höch und ihren wunderbaren blumenüberbordenden Garten, Autorinnen wie Bettine von Arnim und starke Frauen wie Jenny von Westphalen samt ihrem berühmten Mann Karl Marx, aber auch an Dorfnamen in Brandenburg, das ausgiebige Miteinander-Reden über alle Handys und Telefone hinweg und das faszinierende Improvisationstalent freiberuflicher Künstlerinnen in allen Lebenslagen. Ein virtueller Gesprächs-, Gedicht- und Gesangsabend mit AnniKa von Trier!
AnniKa von Trier ist Performancekünstlerin, Liedermacherin, Akkordeonistin und Buchautorin (www.annika-von-trier.com).
https://warnitzerlesungen.de/warnitzer-lesungen-online-annika-von-trier/

Saul Tschernichowski: Dein Glanz nahm mir die Worte

Lesung und Gespräch mit Margitt Lehbert. Mit Saul Tschernichowski (1875-1943) wurde die hebräische Literatur auf einen Schlag zu einer europäischen Literatur. Nicht allein deshalb, weil er mehr europäische Metren und Genres in die hebräische Lyrik einführte als jeder andere Dichter. Seine Lyrik war europäisch, weil das Hebräische schon immer zur europäischen Kultur gehörte. Die Verlegerin Margitt Lehbert stellt in Lesung und Gespräch Saul Tschernichowski (1875-1943) vor. Der in der Ukraine geborene, einige Jahre in Fichtengrund nördlich von Berlin arbeitende und später nach Israel gezogene Dichter, Übersetzer und Kinderarzt öffnete die hebräische Literatur der Moderne. Obwohl im hebräischen Sprachraum verehrt, gibt es bislang dort noch keine Werkausgabe. Dafür jetzt im Deutschen eine umfangreiche dreibändige Edition mit seinem Werk („Dein Glanz nahm mir die Worte“, Edition Rugerup), das unbedingt eine Entdeckung wert ist!
https://warnitzerlesungen.de/warnitzer-lesungen-online-saul-tschernichowski-dein-glanz-nahm-mir-die-worte/

Flure / Fluchten

Die Lyrikerin Ute Eckenfelder in Lesung und Gespräch
Gedichte haben die Eigenschaft, sich weitestgehend dem Marktgeschehen zu entziehen, meint die Lyrikerin Ute Eckenfelder in ihrem jüngsten Buch „Flure / Fluchten“.  
Ihre kleinen fragilen sprachlichen Gebilde, ihre Gedichte, sind ein „fast nicht, ein Nicht genau, nachtfalterflügelblau, schwer zu fassen, fast ein Licht, am Ende des, ein Fast noch nicht…“.
https://warnitzerlesungen.de/warnitzer-lesungen-online-ute-eckenfelder/

Licht überm Land - dänische Lyrik vom Mittelalter bis heute

Peter Urban-Halle, geb. 1951, Übersetzer, Kritiker und Herausgeber. Er übersetzt aus dem Dänischen und Französischen, u.a. Naja Marie Aidt, Georg Brandes, Leif Davidsen, Jens Christian Grøndahl und Per Højholt. Er erhielt den Förderpreis des Europäischen Übersetzerpreises Offenburg 2010 und  2013 gemeinsam mit Ulrich Sonnenberg den Dänischen Übersetzerpreis.
Eine Anthologie der „gesamten“ dänischen Lyrik auf Deutsch fehlt bis heute – und doch handelt es sich um eine der ältesten und reichsten Traditionen in der europäischen Literatur. Früher waren die Verbindungen zwischen Dänemark und Deutschland eng: Der Barockdichter Thomas Kingo wurde bereits 1685 übertragen; Klopstock bekam vom dänischen König eine Lebensrente; Hans Christian Andersens zweite Heimat war Deutschland und sein erstes Gedicht erschien auf Deutsch; Jens Peter Jacobsens Gurre-Lieder wurden von Arnold Schönberg vertont, Inger Christensen fühlte sich in Deutschland beinahe mehr geschätzt als in Dänemark. Und Goethes Erlkönig geht auf die mittelalterliche dänische Ballade „Erlkönigs Tochter“ (Elveskud) zurück. Die beiden Herausgeber Peter Urban-Halle und Henning Vangsgaard lassen uns eine viel zu unbekannte Welt entdecken.
https://warnitzerlesungen.de/warnitzer-lesungen-online-peter-urban-halle/

Matthes & Seitz Berlin special

Können Sie derzeit nicht  zu den Lesungen kommen, so kommen wir zu Ihnen nach Hause!
Anstelle der ausgefallenen Buchmesse-Nachlese stellt der Verlag Matthes & Seitz Berlin in einer online-Lesung aktuelle Bücher aus seinem Verlagsprogramm vor. Viel Vergnügen beim Beinehochlegen, Coronavergessen, Zuhören…
https://warnitzerlesungen.de/warnitzer-lesungen-online-matthes-seitz-berlin-special/

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