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Wirtschaftsfaktor Tourismus Uckermark

Der Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Uckermark. Die aktuelle Studie liefert Kennzahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus auf Basis des Jahres 2025 und zeigt, welchen Beitrag Gäste zu Wertschöpfung, Beschäftigung und regionaler Entwicklung leisten. Damit stehen nun wieder belastbare und aktuelle Ergebnisse für den Tourismus in der Uckermark zur Verfügung.

Die wichtigsten Ergebnisse zum Wirtschaftsfaktor Tourismus, Basisjahr 2025* (Stand 2026):

  • Rund 7,14 Mio. Aufenthaltstage wurden von Gästen 2025 in der Uckermark verbracht. Diese Zahl setzt sich zusammen aus rund 4,4 Mio. Tagesgästen und rund  2,74 Mio. Übernachtungen von Gästen, die in privaten oder gewerblichen Unterkünften, auf Campingplätzen, in Freizeitwohnsitzen oder bei Verwandten, Bekannten oder Freunden übernachteten.
  • In der amtlichen Statistik wurden 0,825 Mio. gewerbliche Übernachtungen (ohne Camping) erfasst. Dies entspricht jedoch nur rund 30 Prozent aller Übernachtungen. Einen größeren Anteil nahmen die Übernachtungen im grauen Beherbergungsmarkt (Betriebe unter 10 Betten und bei Verwandten, Bekannten und Freunden) ein.
  • Die durchschnittlichen Tagesausgaben der Gäste in den einzelnen Bereichen (Übernachtungsformen, Tagesgäste) ist im Vergleich zu 2019 angestiegen. Camping von 33,30 € auf 45,- € (+35 %), Ferienwohnungen/-häuser und Privatquartiere von 70,50 € auf 80,30 € (+14 %), gewerbliche Betriebe 119,50 € auf 140,30 € (+17 %) und der Besuch bei Verwandten, Bekannten und Freunden sowie Tagesgästen von 22,- € auf 24,30 € (+10 %). Dies lässt sich auch durch das allgemein gestiegene Preisniveau zurückführen.
  • Es wurde ein Bruttoumsatz in Höhe von 307,9 Mio. € erwirtschaftet.
  • Übernachtungs- und Gastronomiebetriebe profitierten davon mit 172,2 Mio. € (55,9 %), der Einzelhandel mit 75,6 Mio. € (24,6 %) und die Anbieter von Dienstleistungen mit 60,1 Mio. € (19,4 %)
  • Es ergab sich eine touristische Wertschöpfung von 149,6 Mio. € für die Uckermark. Damit lag sie um 14 % über dem Niveau von 2019. Im gleichen Zeitraum ist das durchschnittliche Primäreinkommen je Einwohner um 32 Prozent angestiegen und betrug  23.251,- € (Der Wert stammt aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder für das Jahr 2023 und liegt aufgrund der Datenverfügbarkeit grundsätzlich um zwei Jahre zurück). Das Einkommensäquivalent liegt damit bei 6.434 Personen. Rechnerisch konnten 2025 somit weniger Personen ihren Lebensunterhalt aus dem Tourismus bestreiten als 2019. Die Entwicklung der touristischen Wertschöpfung konnte mit dem gestiegenen Primäreinkommen nicht Schritt halten.
  • Ein Blick in die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zeigt, dass auch die sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten im Landkreis Uckermark rückläufig sind: Beherbergung (-31 %), Freizeitwirtschaft (-14 %), nur die Gastronomie verzeichnet ein leichtes Plus (+3,4 %)
  • Der relative Beitrag zum Primäreinkommen betrug 5,5 Prozent. Demnach nahmen Löhne, Gehälter und Gewinne im Tourismus etwas weniger stark zu als in den anderen Branchen der Region.
  • Das touristisch bedingte Gemeinschaftssteueraufkommen in der Uckermark (Umsatzsteuer und Einkommenssteuer) belief sich 2025 auf rund 28,7 Mio. € und liegt damit 12 Prozent über dem Wert von 2019.
  • Unberücksichtigt bleiben in der Berechnung die gestiegenen Kosten der touristischen Betriebe sowie die Höhe der tatsächlich verbleibenden Gewinne der Akteure.

Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt die von der dwif-Consulting GmbH erarbeitete Studie im Auftrag der TMU Tourismus Marketing Uckermark GmbH mit finanzieller Unterstützung der IHK Ostbrandenburg.

*Grundsätzlich stellt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg die Tourismuszahlen mit einem zeitlichen Verzug bereit. Die vollständigen Daten zu den Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben für das Jahr 2025 lagen daher erst im März 2026 vor. Die umfassende Berechnung durch die dwif-Consulting GmbH erfolgte im Mai 2026.

>> Der Basisbericht kann HIER digital eingesehen werden, eine ergänzende Übersichtsgrafik findet sich HIER.

Die wichtigsten Ergebnisse zum Wirtschaftsfaktor Tourismus, Basisjahr 2019 (Stand 2023):

  • In der Uckermark haben Besucher im Jahr 2019 rund 7,312 Mio. Aufenthaltstage verbracht. Diese Zahl setzt sich zusammen aus rund 4,5 Mio. Tagesgästen und aus rund 2,812 Mio. Übernachtungen von Gästen, die in privaten oder gewerblichen Unterkünften, auf Campingplätzen, in Freizeitwohnsitzen oder bei Verwandten, Bekannten oder Freunden übernachteten.
  • In der amtlichen Statistik wurden 0,889 Mio. gewerbliche Übernachtungen (ohne Camping) erfasst. Das sind jedoch lediglich 36 Prozent aller Übernachtungen. Einen größeren Anteil nehmen die Übernachtungen im grauen Beherbergungsmarkt (Betriebe unter 10 Betten und bei Verwandten, Bekannten und Freunden) ein.
  • Es wurde ein Bruttoumsatz in Höhe von 274,5 Mio. € erwirtschaftet.
  • Übernachtungs- und Gastronomiebetriebe profitieren mit 144,8 Mio. €, der Einzelhandel mit 73,6 Mio. € und die Anbieter von Dienstleistungen mit 56,1 Mio. €.
  • Aus dem Tourismus ergibt sich ein Einkommen von 131,1 Mio. € für die Uckermark. Davon konnten rund 7.440 Personen ein durchschnittliches Primäreinkommen von 17.633,- € beziehen.
  • Das touristisch bedingte Gemeinschaftssteueraufkommen in der Uckermark (Umsatzsteuer und Einkommenssteuer) belief sich 2019 auf rund 25,7 Mio. €.
  • Im Jahr 2020 musste die Uckermark durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie Umsatzeinbußen im Gastgewerbe von insgesamt ca. 91,4 Mio. € verzeichnen. Dabei resultieren rund 64 % (58,9 Mio. €) aus dem Übernachtungstourismus und 36 % (32,5 Mio. €) aus dem Tagestourismus.
  • Die Übernachtungen in der amtlichen Statistik für das erste Halbjahr 2023 liegen nur noch 8 % hinter den Werten aus dem Jahr 2019 für den gleichen Zeitraum.

Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt die von der dwif-Consulting GmbH erarbeitete Studie im Auftrag der tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH mit finanzieller Unterstützung der IHK Ostbrandenburg. Als Basisjahr für die Berechnungen wurde das Jahr 2019 gewählt, da es das letzte Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie war und somit noch keine von ihr verursachten Auswirkungen aufweist. 

Die Präsentation der Ergebnisse durch Moritz Sporer von der dwif-Consulting GmbH kann HIER eingesehen und nachgelesen werden.

Hinweis: Durch unterschiedliche Herangehensweisen kann die Vergleichbarkeit der dwif-Studie mit den ift-Studien aus den Vorjahren zum Wirtschaftsfaktor Tourismus für die Uckermark nicht gewährleistet werden.

>>Die Broschüre kann kostenlos in unserem Online-Shop bestellt
oder HIER digital eingesehen werden.

Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Uckermark, Basisjahr 2017 (Stand 2018)

  • Die Uckermark verzeichnet aktuell rund 8,97 Mio. Aufenthaltstage – etwa 2,5 % mehr als 2014.
  • Die Gäste generieren Bruttoumsätze in Höhe von 322,5 Mio. Euro und damit 7,6 % mehr als noch 2014.
  • Das tourismusinduzierte Einkommen in der Uckermark ist seit 2014 um 7,6 % auf nun insgesamt 163,0 Mio. Euro angestiegen. Davon entfallen rund 110,0 Mio. Euro auf den Übernachtungstourismus  und 53,0 Mio. Euro auf den Tagestourismus.
  • Der Anteil des Tourismus am Volkseinkommen – also am Einkommen aus allen Wirtschaftsbereichen – liegt in der Uckermark bei 6,5 %, ein Anstieg um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2014 (6,1 %).
  • Auf Basis der durchschnittlichen Umsätze pro Beschäftigtem in den verschiedenen Branchen sowie den Nettoumsätzen in der Uckermark ergeben sich rund 5.200 tourismusbedingte  Beschäftigungsverhältnisse. 2014 lag dieser rechnerische Wert noch bei 5.000.
  • Der Tourismus in der Uckermark führt zu kommunalen Steuereinnahmen in Höhe von etwa 7,8 Mio. Euro.

Berechnung Wirtschaftsfaktor Tourismus in der Uckermark (Stand 2015)

  • Insgesamt verzeichnete die Uckermark im Jahr 2014 rund 8,7 Millionen Aufenthaltstage – etwa 4 % mehr als in 2007.
  • Die Gäste generieren Bruttoumsätze in Höhe von 299,6 Mio. Euro und damit 24 % mehr als noch 2007.
  • Das tourismusinduzierte Einkommen in der Uckermark ist seit 2007 um 29 % auf nun insgesamt 151,5 Mio. Euro angestiegen. Davon entfallen rund 101 Mio. Euro auf den Übernachtungstourismus und 50,5 Mio. Euro auf den Tagestourismus.
  • Der Anteil des Tourismus am Volkseinkommen – also am Einkommen aus allen Wirtschaftsbereichen – liegt in der Uckermark bei 6,1 %, ein Anstieg um 11 % im Vergleich zu 2007 (5,5 %).
  • Auf Basis der durchschnittlichen Umsätze pro Beschäftigtem in den verschiedenen Branchen sowie den Nettoumsätzen in der Uckermark ergeben sich rund 5.000 tourismusbedingte Beschäftigungsverhältnisse. 2007 lag dieser rechnerische Wert noch bei 3.500.
  • Der Tourismus in der Uckermark führt zu kommunalen Steuereinnahmen in Höhe von etwa 7,3 Mio. Euro, eine Steigerung von 40 % gegenüber 2007.

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